Heißluftballon, Panzer und Standing Ovations
"Habt Acht, Graz! Wir kommen!" Unter diesem Motto lud das Österreichische Bundesheer am 22. Mai 2026 zu einem fulminanten Militärmusikfestival in die Stadthalle Graz.
Wer am Freitagabend an der Stadthalle Graz vorbeispazierte, ahnte nicht, was drinnen passierte. Draußen Mitmach-Stationen mit Flugsimulatoren, Selfie-Wände, steirische Schmankerl, Platzkonzerte. Drinnen sieben österreichische Militärmusiken, die Trachtenmusikkapelle Ottendorf an der Rittschein mit ihren 120 Musikerinnen und Musikern, drei Generationen Austropop und ein Heißluftballon-Video, das in derselben Nacht online gehen würde.
Den Auftakt machte ein 13-Tonnen-Pandur, der bei laufender Musik in die Halle einfuhr – von dessen Dach dirigierte Heeresmusikchef Bernhard Heher in Helm und Schutzausrüstung das Eröffnungsstück.
Den steirischen Höhepunkt setzte Alle Achtung mit „Marie" – erstmals live in der neuen Coverversion gemeinsam mit der Militärmusik Steiermark und Vizeleutnant Josef „Pepi" Schütz von der Gardemusik am Saxophon. Davor hatten bereits Christian Kolonovits, Opus-Mastermind Ewald Pfleger und die Schick Sisters gezeigt, wie viel Pop in einer Militärmusik steckt. Für einen Gänsehaut-Moment der besonderen Art sorgten 200 Schülerinnen und Schüler aus Grazer Schulen, die – choreografiert von Willi Gabalier – gemeinsam mit der Militärmusik Niederösterreich auftraten. Schon vormittags hatten hunderte Schülerinnen und Schüler beim Pilotprojekt „Military Tattoo for School" mit eigenen Instrumenten mitspielen dürfen.

Die Werke, die beim Militärmusikfestival in Graz gespielt wurden, waren ein selbstbewusstes Bekenntnis zur Bandbreite der Blasmusik: klassische Orchesterwerke, Steirisches Liedgut und aktuelle Hits. Die Trachtenmusikkapelle Ottendorf an der Rittschein setzte mit 120 Musikerinnen und Musikern ein starkes Zeichen für die enge Verbindung zwischen zivilen und militärischen Blasmusikkapellen.
Den klassischen Abschluss bildete der Große Österreichische Zapfenstreich, mit Frank Hoffmann als Erzähler. Aber das eigentliche Finale kam danach: die Premiere des offiziellen Musikvideos zu „Marie", aufgenommen in einem Heißluftballon hoch über der Steiermark. Noch in derselben Nacht ging es auf Spotify und allen Streamingplattformen online.
Bereits zum zweiten Mal wurde das Militärmusikfestival nach den Green-Event-Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens zertifiziert, womit das Bundesheer als Vorbild für nachhaltige Großevents steht.
Die Konzert-Nachschau in voller Länge wird am 06. Juni 2026 um 22 Uhr auf ORF ausgestrahlt. Ein Datum, das man sich im Kalender eintragen sollte!
Eindrücke: musik.bundesheer.at
Spotify: go.bundesheer.at/marie-spotify
Video: go.bundesheer.at/marie-video
Text: Österreichisches Bundesheer
Fotos: Marco Spörk | Österreichisches Bundesheer

