Österreichisches Blasmusikmuseum

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Im August 1997 öffnete das Österreichische Blasmusikmuseum
in Oberwölz den Besuchern seine Pforten und erfreut sich seither nicht nur bei Musikern und Musikerinnen, sondern auch bei weiten Kreisen als Ausflugsziel zunehmender Beliebtheit.

Die Konzeption des Museums und die Präsentation der Ausstellung ermöglichen dem Besucher auch ohne große Vorkenntnisse einen interessanten und wirklichkeitsnahen Zugang. In allen Ausstellungsräumen wird der Besucher über Lautsprecher informiert und erhält zusätzlich charakteristische Klangbeispiele zu den Instrumenten. Die Sammlungen werden regelmäßig erweitert und vervollständigt, sodaß auch bei einem zweiten Besuch wieder Neues zu
entdecken ist. Angeschlossen ist das Heimathaus der Stadtgemeinde Oberwölz.

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Oberwölz, die kleinste Stadt der Steiermark, liegt idyllisch eingebettet am Fuße der Wölzertauern und öffnet sich nach Süden hin in das obere Murtal.

Zeugen der rund 700-jährigen Stadtgeschichte sind die Burg Rothenfels als ehemaliger Sitz der Freisinger Burggrafen (heute Camping-Zentrum), sowie die noch gut erhaltenen drei Stadttore mit der bis zu acht Meter hohen Stadtmauer.

Den mittelalterlichen Hauptplatz begrenzt im Süden die Stadtpfarrkirche aus dem Jahre 1280 mit der unmittelbar daneben liegenden gotischen Spitalskirche und dem Hintereggertor. Im Norden wird der Hauptplatz durch das Schöttltor abgeschlossen, das nach dem Schöttltal benannt ist.

Der historische Saumweg über das Glattjoch in das Ennstal brachte der Stadt einst den Wohlstand. Eingebunden in diese Befestigungsanlage aus dem frühen 14. Jahrhundert ist das revitalisierte Kulturhaus der Stadt mit dem Informationsbüro, der Stadtbücherei, dem Heimatmuseum und dem Österreichischen Blasmusikmuseum.
    

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Die ausgestellten Instrumente, Uniformen und Trachten
lassen die Vergangenheit der österreichischen Blasmusik
seit den 19. Jahrhundert lebendig werden. Fast vergessene Blechblasinstrumente, wie Ophicleïde, Tornistertuba oder
Klarinetten aus dem frühen 19. Jahrhundert sind Zeugen
einer großen und langen Musiktradition.

Uniformen aus Kaisers Zeiten, bunte Trachten von MusikerInnen und Marketenderinnen aus allen österreichischen Bundesländern ebenso wie der schwarze Bergkittel der Bergkapellen versetzen den Betrachter mitten in die Geschichte und Gegenwart der Blasmusik.

Über 50 Aufrißzeichnungen in originaler Größe von zum Teil seltenen Blechblasinstrumenten, alle Ehrenzeichen der österreichischen Blasmusik-Landesverbände, Dirigentenstäbe von Landeskapellmeistern, Fotos von Komponisten, Kupferstiche, Gegenstände zur Notenherstellung etc. runden das Bild rund um die österreichischen Blasmusik ab.
 
    


Ton-Dia-Show


Eine ca. 15minütige Dia-Show führt mit Ton und Bild in die Blasmusikgeschichte der letzten beiden Jahrhunderte ein. Von der Harmoniemusik des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts an adeligen Höfen, über die Militärkapellen des 19. Jahrhunderts bis zur Amateurmusik der Gegenwart und zu zeitgenössischen Musikprojekten wird ein bunter Bogen gespannt.

Hohe Stimmung und der Radetzky-Marsch auf Touch-Screen-Tonanlage


Das wohl bekannteste Werk der österreichischen Blasmusik, wenn nicht der österreichischen Musik überhaupt, ist der Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Vater), der diesen Marsch 1848 dem berühmten Feldherren widmete. Mit einer modernen Touch-Screen-Tonanlage kann der Besucher selbst mittels Fingerdruck auf dem Bildschirm aus 20 verschiedenen Aufnahmen dieses Marsches auswählen. Das Angebot reicht von einer Einspielung in Hoher Stimmung, über historische Aufnahmen bis zu japanischen und amerikanischen Blasorchestern, von einer Klavierfassung nach dem Erstdruck des Marsches über Blockflötenduo mit Cembalo, Bläserquintett, böhmischer Blasmusik bis hin zu Brass Ensembles und Ulk-Versionen.

 

Grammophon, Radio

 

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden zunächst das Grammophon und in den 1920er Jahren das Radio erfunden. Diese neuen Techniken standen in enger Beziehung zu den Militär- und Unterhaltungs-Blaskapellen dieser Zeit und nahmen zahlreiche (Schellack-)Schallplatten auf bzw. sendeten regelmäßig Blasmusik in ihren Programmen. Das Museumspersonal führt Ihnen gerne eines der Grammophone vor, und Sie können Musik in der damals üblichen Tonqualität hören.

 

Quizbogen für Kinder (mit kleiner Belohung)

 

Für acht bis zwölf Jährige steht ein Fragebogen zur Verfügung, der in den einzelnen Räumen des Museums beantwortet werden kann. Als Belohnung gibt es ein Lutscher-Pfeiferl.

 

Klingendes Holz

 

Ergänzend zur Steirischen Holzstraße, die die vielfältigen Möglichkeiten des Materials Holz zeigt, befindet sich im Blasmusikmuseum ein Xylophon, das die Klangfarben 14 unterschiedlicher Holzarten erklingen läßt und nicht nur von Kindern gerne ausprobiert wird.

 

Heritage of the March

 

Seit Herbst 2001 steht die wohl größte Sammlung von Märschen auf Schallplatten im Museum für Interessen zur Verfügung. Die Aufnahmen wurden auf Initiative des amerikanischen Idealisten Bob Hoe in den 1960er und 1970er Jahren von verschiedensten Blaskapellen, sowohl Amateur- wie auch Berufsorchestern eingespielt und umfassen Märsche von über 370 europäischen und amerikanischen Komponisten.

 

Museumskonzerte

 

In der Hauptsaison veranstaltet das Museum mit dem Stadtkulturamt Oberwölz mehrere Konzerte mit Bläserkammermusik. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an die unten genannte Kontaktadresse.

 

Homepage

http://www.blasmusikmuseum.istsuper.com

 

Kontakt

Stadt 15
A-8832 Oberwölz
Tel.: 03581-7366 oder 03581-8203
Fax: 03581-8203-5
e-mail: gdeNO_SPAMoberwoelz-stadt.steiermark.at

 

Inhaltliche Fragen:
Pannonische Forschungsstelle Oberschützen
Tel: 03353-6693-40
Fax: 03353-6693-25
e-mail: bernhard.hablaNO_SPAMkug.ac.at